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Die U15-Mannschaft des Hamburg Horner TV wird sensationell deutscher Vizemeister.

Auch national ganz vorn dabei.

 

Die U15-Mannschaft des Hamburg Horner TV wird sensationell deutscher Vizemeister.

 

Selten kommen einem sieben Wochen so lang vor, wie jene, die zwischen den Norddeutschen und den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften lagen. Mit einem norddeutschen Vizemeistertitel (U15) und einem norddeutschen Meistertitel (U19) im Gepäck, brachen die U15- und U19-Mannschaft des Hamburg Horner TV (HHTV) am ersten Maiwochenende auf, um Geschichte zu schreiben. In Langenfeld ging es nicht nur darum, sein Können deutschlandweit unter Beweis zu stellen. Es ging vor allem darum, einen der bisher größten Erfolge des HHTV zu wiederholen oder gar zu toppen: 1983 gelang es der damaligen Jugendmannschaft des HHTV den deutschen Vizemeistertitel zu erringen. Spieler war damals, als einer von vielen, Thorsten Flato. Als Trainer war damals auch Andreas Bethge dabei.

 

Während die meisten Menschen am 1. Mai die Zeit nutzten um mal zu entspannen, hatte die U15-Truppe des HHTV anderes vor. Schließlich galt es, am späten Freitagnachmittag das erste Vorrundenspiel zu absolvieren. Der HHTV (an 4 gesetzt) spielte in einer Gruppe mit dem TSV Freystadt (ans 1 gesetzt), dem SV Fischbach und der SpVgg. Sterkrade-Nord. Im ersten Vorrundenspiel traten die U15-er gegen den SV Fischbach an. Das Spiel ging 7:1 für den HHTV aus. Am Samstag wurde die 2. Vorrunde gegen SpVgg. Sterkrade-Nord gespielt, die mit 6:2 gewonnen werden konnte.

Damit war das Halbfinale schon vor dem 3. und letzen Vorrundenspiel erreicht, da auch der TSV Freystadt seine beiden Vorrundenspiele gewinnen konnte. Es ging also „nur“ noch um den Gruppensieg. Dieser ging leider nicht nach Hamburg, sondern mit 3:5 an den TSV Freystadt aus Bayern. In der 2. Gruppe hatte sich der VfB Peine (an 3 gesetzt) an die erste und der FC Langenfeld (an 3 gesetzt) an die 2. Position gespielt.

Am Sonntag wartete also die Chance auf eine Revanche für die Norddeutsche Mannschaftsmeisterschaft gegen den VfB Peine, jene Mannschaft, die vor eben sieben Wochen im Finale mit 5:3 gegen den HHTV gewonnen hatte. Aus dem 3:5 bei den Norddeutschen Mannschaftsmeisterschaften wurde jetzt ein 5:3 bei den Deutschen Meisterschaften. Die Revanche war gelungen und der Einzug ins Finale perfekt. Gegner im Finale war erneut die Mannschaft aus Freystadt. Die Herrenspiele wurden umgestellt, ein Vorgang, der auch beim Gegner zu beobachten war. Nur, leider nutzte es nichts. Das Finale ging deutlich mit 1:7 verloren. Den Ehrenpunkt holte Franziska Volkmann im Einzel.

Am Rande sei bemerkt, dass Franzi erst im Finale ihr erstes und einziges Spiel verlieren sollte: Das Damendoppel mit Cathy Krüger, die beide Norddeutsche Meister 2009 im Damendoppel sind. Insgesamt verließ Franzi neunmal als Siegerin den Platz, wobei sie in jeder Begegnung im Einzel und einer weiteren Disziplin eingesetzt wurde.

 

Der Titel "Deutscher Meister 2009" geht nach Bayern, der Vizemeister aber kommt aus der Hansestadt. Ein überragender Erfolg und großer Lohn für all die Mühen im Training.

 

Für das U15-Team traten an:

Marc Flato, Franziska Volkmann, Jonas Förtsch , Marco Hamann, Catharina Krüger, Claas Lantau, Kai Hagemann, Lisa Miller und Julia Bömelburg

Trainer:

Marianne Flato, Thorsten Flato

Zeug und Getränkewart:

Niklaas Greve, der am Sonntag auch noch seinen 19. Geburtstag feierte

Betreuer und Helfer (in großartigem Einsatz):

Michael und Maike Lantau, sowie Rainhardt Förtsch

 

Nicht ganz so erfolgreich wie die U15-er schloss die U19-Mannschaft ab. Als Norddeutscher Meister angereist, waren die Ziele hoch. Leider hatten im Vorfeld Daniel Dehn und Rasmus Zander aus Verletzungsgründen abmelden müssen, sodass wir mit Ersatz anreisten. Auf der Damenseite nicht mehr zu kitten, war die Absage von Zina Horwege 1 Stunde vor unserer Abreise. Dennoch im Turnier an 4 gesetzt, spielte der HHTV in der ersten Vorrunde gegen den 1. BV Mülheim und verlor 2:6. In der 2. Vorrunde gegen die TSG Augsburg, war das Endergebnis ein 6:2 Sieg. Damit war vor dem letzten Match noch die Chance auf das Halbfinale gegeben, wofür aber ein Sieg gegen den SV Fischbach in der 3. und letzten Vorrunde hermusste. Die wiederum hatten parallel gegen BV Mülheim gewonnen. Ein schweres Unterfangen also. Aber man konnte immerhin ein Unentschieden erringen, was aber nicht genügte, um ins Halbfinale einzuziehen.

Deutscher Meister wurde der TSV Lauf aus Bayern mit einem Sieg über den SV Fischbach, die ohne ihre Nr. 1, Richard Domke, antreten mussten.

 

Für das U19-Team traten an:

Mats Hukriede, Patrick Kämnitz, Yannik v. Witzler, Galina Thieme, Lisa Miller, Dominik Brauhardt und Florian-Malte Irmen

 

Insgesamt war es für alle Teilnehmer ein überwältigendes Erlebnis. Die Stimmung in der Halle war grandios. Fast alle derzeitigen Topspieler der Deutschen Jugend waren vertreten. Es gab keine Mannschaft ohne Trommeln und Pauken -dementsprechend laut und schwierig während der Spiele zu coachen. (Beide Betreuer des HHTV hatten am Sonntag Nachmittag keine Stimme mehr!)

Der HHTV hofft, auch in den nächsten Jahren mit seinen Mannschaften wieder einmal die Qualifikation zur Deutschen zu schaffen und nicht wieder 26 Jahre warten zu müssen, bis er erneut einen Podiumsplatz erspielt.

 

Es gingen beide Titel der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft, U15 und U19, an den Landesverband Bayern. Noch nie ist es in der Geschichte des DBV einem Landesverband gelungen beide Titel zu gewinnen. Gratulation an Bayern!

 

Ralf Seelig/Marianne Flato