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Erste Deutsche Badminton-Meisterschaft U13

Emma ist deutsche Vize-Meisterin in Damendoppel!

 

Am 25. und 26. Mai 2013 fand die erste Deutsche Badminton-Meisterschaft in der Geschichte in der Altersklasse U13 in Bonn-Beuel statt. In der Vergangenheit wurden Deutsche Meisterschaften erst ab U15 ausgetragen. Es war also eine Premiere und die wurde gleich von drei Spielern des Horner TV genutzt. Aufgrund ihrer tollen Leistungen bei den beiden Norddeutschen Ranglisten, der Deutschen Rangliste und der Norddeutschen Meisterschaft haben sich Emma Moszczynski, Matthias Kicklitz und Tomic Ludwig hierfür qualifiziert. Alle Drei in allen drei Disziplinen! Besonders bemerkenswert hierbei ist, dass Emma und Tomic mit dem Jahrgang 2001 und Matthias mit dem Jahrgang 2002 ein bis zwei Jahre jünger als die meisten anderen Spieler waren. Dementsprechend waren die Erwartungen nicht hoch. Das Ziel war vielmehr, Erfahrungen zu sammeln und die älteren Spieler etwas zu ‘ärgern’. Außerdem wollten sie alle einen guten Eindruck hinterlassen, da der neue Bundestrainer Dirk Nötzel in der Halle war.

 

Am Freitagnachmittag ging es zusammen mit den anderen qualifizierten Hamburger Spielerinnen Nora Reincke (SSW), Jenny Phung (Bergstedt), sowie Kaja Zabinski und Paulina Hankiewicz (beide Harburg) mit dem Bus los. Nach einer 6 1/2-stündigen Fahrt durch den Freitagnachmittagverkehr kamen die sieben Spieler mit ihren beiden Trainern Carsten Radke und Thies Wiediger in Bonn-Beuel an. Sie bezogen ihre tollen Zimmer im Hotel ‘Zur Post’ und gingen erst einmal etwas essen. Damit sie am nächsten Morgen alle fit sind, ging es danach gleich ins Bett.

Nach einem leckeren Frühstück fuhren sie am nächsten Morgen in die mit den Fahnen aller Bundesländer geschmückte ‘Erwin-Kranz-Halle’. Die Aufregung war groß! Nacheinander marschierten die Kinder mit einem Schild ihres Bundeslandes ein, es folgten ein paar Ansprachen und dann konnte es losgehen. Spätestens hier dürfte jedem Spieler bewusst geworden sein, wie stolz sie auf ihre Qualifizierung sein können.

Das Turnier begann mit dem Mixed. Emma und Matthias verloren ihr Auftaktspiel ganz knapp in drei Sätzen – schade! Tomic spielte zusammen mit seiner Partnerin Kaja ein tolles Spiel, siegte und kam in die nächste Runde. Das zweite Mixed haben die Beiden dann allerdings verloren.

Weiter ging es mit dem Einzel. Emma konnte ihr erstes Spiel gewinnen, musste dann allerdings gegen die an 1 gesetzte und spätere Gewinnerin Miranda Wilson antreten. Trotz eines tollen Spiels wurde der Gruppensieg wie vermutet nicht geschafft, so dass hier Schluss war. Matthias hatte das gleiche Pech und musste im zweiten Spiel ebenfalls gegen den an 1 gesetzten und späteren Gewinner Lukas Resch spielen. Er verlor das Spiel genau wie das erste Spiel innerhalb der Gruppe, so dass auch für Matthias hier Schluss war. Tomic tat es ihm gleich und verlor beide Spiele.

Für Tomic und Matthias begann dann ein kleiner Krimi im Doppel. Sie spielten genial, verloren aber leider den ersten Satz 24:26. Im zweiten Satz konnten sie diese Leistung nicht wiederholen und verloren relativ deutlich. Das Turnier war somit nach vier Spielen für Matthias und fünf Spielen für Tomic beendet. Emma sorgte zusammen mit ihrer Partnerin Marina Korsch (Trittau) für eine große Überraschung. Sie gewannen ein Spiel nach dem anderen und landeten schließlich im Halbfinale! Das bedeutete, dass sie auch am Sonntag noch weiterspielen durfte. Erst einmal hieß es aber: neue Kräfte sammeln! Also zurück zum Hotel, essen, Champions-League-Finale gucken und schlafen. Am nächsten Morgen setzten Emma und Marina ihre Erfolgsserie fort und schafften es ins Finale! Der Jubel war groß! Und auch dort ließen sie sich nicht unterkriegen und gewannen den zweiten Satz nach einem verlorenen ersten Satz. Auch wenn sie den Gesamtsieg dann letztendlich nicht geschafft haben, ist der Deutsche Vizemeister-Titel ein Riesenerfolg!

Am Ende des Turniers wurde der Europameister und Olympiateilnehmer Marc Zwiebler von den Kindern umlagert, es wurde Autogrammkarten verteilt und Fotos mit ihm geschossen.

Wenn man bedenkt, dass die stärksten Spieler ganz Deutschlands am Start waren, von denen viele deutlich größer waren als die Hamburger, können Emma, Matthias und Tomic zu Recht stolz auf sich sein. Auch wenn viele Spiele verloren gingen. Die meisten Spieler werden im nächsten Jahr aufgrund ihres Alters nicht mehr dabei sein. Wenn Emma, Matthias und Tomic (mit seiner Partnerin Kaja) es im nächsten Jahr erneut schaffen sich zu qualifizieren, haben sie deutlich bessere Chancen. Emma braucht dann allerdings leider eine neue Doppelpartnerin, da Marina dann zu alt für U13 ist.

Gratulation an Emma, Matthias und Tomic!

 

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