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Horn 4: Spartenausflug nach Vietze 2008

...Und wieder grüßt das Murmeltier... Wie auch im letzten Jahr fuhren hart gesottene Horner mitten in die Wildnis, um dort den Maifeiertag, Christi Himmelfahrt und das erste Maiwochenende gemütlich weit ab von jeglicher Zivilisation zu genießen.

Vereinsausflug nach Vietze 2008

...Und wieder grüßt das Murmeltier...
Wie auch im letzten Jahr fuhren hart gesottene Horner mitten in die Wildnis, um dort den Maifeiertag, Christi Himmelfahrt und das erste Maiwochenende gemütlich weit ab von jeglicher Zivilisation zu genießen. Geplanter Reisetag war der Mittwoch (30.04.), den auch eine Vorhut von unserer Truppe nutzte, um die Lage zu checken und um die ersten Vorkehrungen für unseren Aufenthalt zu treffen. Thorsten war der erste mit seinen Sprösslingen, die die Fahne hissten und die Grillsaison eröffneten.
Am nächsten Tag machte sich dann der Rest der Mannschaft aus Hamburg auf den Weg durch die wunderbar anschauliche Landschaft Niedersachsens bis nach Höhbeck, Bergstrasse, Vietze.
Besonders interessant ist auch die Bezeichnung eines Navigationsgerätes für die Gegend. Zu Beginn der Fahrt konnte der Zielort leider aufgrund von Isolation nicht angepeilt werden. „Zielort liegt zu isoliert!“ Aber google-maps und die gute Strassenkarte half dann doch weiter. Auf der Fahrt fiel dann auch auf, dass man ausser „gerade aus fahren“ nicht viel falsch machen konnte, zumal man sich doch an den Streckenverlauf gut erinnerte. (Anm. Autor)
Nach einer gemütlichen Fahrt erwartete die Reisenden dann bei Ankunft das erste Erfrischungsgetränk und auch schon das erste fertige Grillgut. Lecker, lecker....
Danach wurde so langsam die Umgebung erkundet und man begann mit der Einrichtung der Schlafplätze. Sieben Horner richteten sich mukkelig im Haus ein, wobei nur drei nach oben zogen und der Rest unten verblieb. Neben vielen Zelten, von denen einige auch Ballonseide-Palästen glichen, fanden auch zwei mobile Wohneinheiten zu uns in den Wald.
Der erste Tag verging recht ruhig- vereinzelt wurde Fußball und Tennis gespielt. Am aufregendsten waren für die Kids jedoch der umliegende Wald und das nahe Elbufer, zu denen sie oft pilgerten.
Allergiker hatten wenige Probleme, da es über Nacht und auch am zweiten Tag kurzzeitig regnete und die Pollen somit brutal in den Waldboden gewaschen wurden. Die fliegenden Plagen jedoch waren noch voller Leben und konnten nur mit „Autan“ auf Abstand gehalten werden, bevor man mit Quaddeln übersäht war. (Anm. Autor: Aber das betraf irgendwie nur mich). Die Abende verbrachten wir alle gemeinsam in fröhlicher Runde- wobei die Kids erstaunliches Durchhaltevermögen bewiesen und sogar die Kleinsten gut mithalten konnten. Nachdem der „tote Punkt“ einmal überwunden war, konnte auch wieder Tennis gespielt werden- auch wenn es für den einen oder anderen schwierig war den Ball überhaupt in der Dunkelheit auszumachen. Leider befanden sich in den Angelkästen der Jungs keine Knicklichter, die man an den Ball hätte basteln können... Es soll an dieser Stelle angemerkt werden, dass es in der Nacht im Zelt doch äußerst kalt gewesen sein soll- einige hätten trotz kälteerprobten Schlafsäcken und „Überlebensausstattung“ frieren müssen.
Am nächsten Tag sah es zu Beginn aus, als würde der Regen uns dauerhaft beehren und wir begannen zusätzlich ein Pavillon auf zubauen. Irgendwie erinnerte es an das Ding aus dem letzten Jahr- und tatsächlich das war es auch, denn wieder fehlte komischerweise ein wichtiges Teil in der Mitte. Aber wir wären keine Horner, wenn wir nicht auch Improvisationsmeister wären... also schnitzten wir uns kurzerhand das fehlende Stück aus einem alten toten Ast!!! Mit einigen (vielen) Abspannseilen hielt die Konstruktion sogar das ganze Wochenende. Nachdem das Pavillon stand war es auch schon wieder Mittagszeit und wir konnten den Grill wieder anwerfen. Nach einem gemütlichen Essen, wechselten die meisten von der Bierzeltgarnitur in die bequemen Campingstühle in der Sonne. Ja, allen unseren Ängsten entgegen schien dann den ganzen Tag die Sonne. Nach einer entspannenden Pause war es am frühen Nachmittag Zeit für das Traditionsspiel Kippel-Kappel. Alles was sportinteressiert und auch risikofreudig war, stürmte auf die kleine Lichtung neben dem Haus. Die Autos waren schon am Vortag aus der Gefahrenzone entfernt worden, sodass dem Event nun nichts mehr im Weg stand. Nachdem die Spielgeräte aus eigener Herstellung die Qualitätsprüfung überstanden hatten, wurden schnell zwei Mannschaften gebildet. Nach dem Anpfiff fiel auf, dass ein Schiedsrichter fehlte und der parallel zum Spielbetrieb instruiert werden musste, weil sie keine Ahnung von dem Spiel hatte. Durch diese interaktive und äußerst praxisnahe Ausbildung der Unparteiischen kam es gelegentlich doch zu Missverständnissen, da es auch schwierig war die Mannschaften ohne hübsche Leibchen oder andere Erkennungszeichen auseinander zuhalten. Aber das war nur das kleinste Übel... Ebenso sei erwähnt, dass nicht nur die Spieler bei diesem Spiel gefährlich leben, sondern auch der Schiedsrichter und die treuen Fans am Spielfeldrand. Anzumerken ist hier weiterhin, dass der Begriff „Spielfeld“ äußerst dehnbar ist und sich auch locker mal auf das Gelände und den Wald um die Lichtung herum bezieht. Gerade dann wird es für die Spielleitung sehr schwierig den Durchblick zu behalten, besonders dann, wenn die Dämmerung schon eingesetzt hat. Das Spiel dauerte keine 90 Minuten- nein es dauerte den ganzen Nachmittag und wurde erst am frühen Abend beendet, als der Hunger die Spieler quälte und die Unparteiische die Spielregeln kraft eigener Arroganz änderte und die Punktegrenze für den Sieger herabsetzte. Danach hatten sich aber alle ein leckeres Abendessen vom Grill verdient.
Der restliche Abend wurde wieder ganz locker in einer gemütlichen Campingstuhl-Runde verbracht, wobei das ein oder andere Bier und der eine oder andere Fruchtsaft  genossen wurden. Wieder waren die Kids die wahren Kämpfer (zumindest gegen die Müdigkeit), konnten aber diesmal nicht gewinnen und krochen zeitiger in ihre Schlafsäcke. Der nächste Morgen verlief entsprechend der vorangegangenen und es gab wieder ein ausgiebiges Frühstück- zum Glück, denn es sollte in der Wildnis keiner vom Fleisch fallen.
Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass im diesjährigen Vietze-Report unbedingt erwähnt werden muss, dass die Tretboote in Gartow NICHT- ich wiederhole: NICHT- im Wasser waren. Wer für diesen Missstand verantwortlich war und/ oder ist, konnte bis Redaktionsschluss nicht sicher geklärt werden.

Fazit:
Es war ein wunderschönes Wochenende, das traditionsgemäß wiederholt werden muss. Und nächstes Jahr bitte mit Tretbooten im Gartower See. Wir haben über die gesamte Aufenthaltszeit keine Verluste erlitten. Weiterhin ist keiner kurzzeitig abhanden gekommen und es hat sich auch beim Köpfen während des Kippel-Kappel-Spiels keiner verletzt. (Anm. Autor: Abgesehen von eventuellen Mückenstichen und deren Quaddeln- aber das hatten wir schon.) Die Verpflegung war in allen Maßen überdurchschnittlich und es gab keine Beanstandungen. (Anm. Autor: am zweiten Tag musste noch einmal Fleisch nachgekauft werden, aber tierisches Eiweiß ist eben in der Wildnis ein unverzichtbares Element.)

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