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Horns Regionalliga-Mannschaft schafft den Klassenerhalt

Es war spannend vor dem letzten Punktspiel-Wochenende in der Regionalliga Nord. Es sollte zum innerhamburgischen Showdown zwischen dem Horner TV und der SG VfL 93/Farmsener TV um den sechsten Platz kommen. Jenen Platz also, den die Horner inne hatten und nicht freiwillig wieder hergeben wollten. Aber vorher wollen wir noch einmal die Punktspiele vor dem entscheidenden Wochenende Revue passieren lassen.

Los ging es am 13. Januar mit einem Nachholspiel, dem Derby gegen den Lokalrivalen SSW. Große Überraschungen in der Aufstellung waren keine zu erwarten, kennt man sich doch schon ein wenig länger. Beim Blick auf die Aufstellung schienen die Fronten geklärt - die einzig offene Frage sollte sein, ob es der Horner TV in den Herrenspielen schaffen würde, einen vierten Punkt zu holen, um wenigstens das Unentschieden zu erreichen. Im 1. Herren-doppel entwickelte sich ein spannendes Spiel, es gelang keiner Paarung sich entscheidend abzusetzen. Crawford/Dikall kamen immer wieder heran und bei 20:20 war klar, dass die Verlängerung entscheiden musste. In der ging es leider schneller als erwartet, der Satz war mit 20:22 verloren. Im zweiten Satz wurde der Anfang etwas verschlafen und so rannte man immer einem Rückstand hinterher, den man nicht aufholen konnte – 16:21. Im parallel stattfindenden Damendoppel setzen sich Kicklitz/Huhmann mit 21:9 und 21:14 durch, wobei es Helle Kicklitz vorbehalten war, mit geschickt abgelegten Aufschlag den Sack zuzumachen. Die Geschichte des Dameneinzels ist schnell erzählt, am Ende hieß es 21:5 und 21:4 für Caro Huhmann. Ähnlich schnell ging das 2. Herrendoppel. Der erste Satz ging mit 11:21 verloren, im zweiten ging es dank besserer Aufschläge und mehr Kommunikation besser, genützt hat es am Ende jedoch nix – 14:21. Als nächstes kamen das 1. Herreneinzel und das Mixed, wobei Jeremy Crawford, nach erfolgreicher OP zwar wieder mit dabei, jedoch noch gehandicapt war und erwartungsgemäß verlor. 9:21 und 10:21 hieß es am Ende. Das Mixed dauerte etwas länger, am Ende stand ein 21:14 und 21:19 zu Buche, wobei das Spiel durch einen Aufschlagfehler des Gegners beendet wurde. Damit stand es 3:3. Nun war die Frage, ob es in den verbleibenden Einzeln doch noch eine Überraschung geben sollte. Die Antwort war Nein. Robert Folgmann hatte im dritten Einzel nicht nur mit dem Gegner, sondern auch mit der Bodenhaftung zu tun und rutschte mit 7:21 und 9:21 in die Niederlage. Nur ein wenig besser erging es Matthias Gosch im zweiten Einzel, der im ersten Satz lange mithalten konnte, aber dann einen Netzroller zum 19:21 hinnehmen musste. Der zweite Satz war dann mit 6:21 deutlich schneller vorbei. Somit stand es am Ende 3:5 aus Sicht des Horner TV, womit die Fronten in Horn wieder geklärt waren.


Eine Woche später waren dann der PSV Bremen und am Sonntag der BV Gifhorn zu Gast. Im Vorfeld hatte man sich nicht viele Hoffnungen auf Punkte gemacht und aus diesem Grund auf die Dienste von Damian Plawecki verzichtet. Wie eine Woche zuvor war auch Jeremy Crawford wieder dabei, obwohl immer noch gehandicapt, stellte er sich in den Dienst der Mannschaft. Dies sollte sich auszahlen. Während das Damendoppel letztlich ungefährdet mit 21:16 und 21:18 gewonnen wurde, nahmen sich Crawford/Dikall etwas mehr Zeit für ihr Doppel. Viele Aufschlagfehler zu Beginn des Spieles verhinderten ein Absetzen, so dass der Gegner immer in Schlagdistanz und beim 17:18 zum ersten Mal in Führung ging und der Satz dann mit 18:21 verloren ging. Im zweiten Satz wurden die Aufschläge besser und dank eines kleinen Zwischenspurts zur Hälfte ging der Satz mit 21:16 an Horn. Ähnlich offen wie der erste Satz war dann auch der Entscheidungssatz. Beim Stande von 15:15 gelang es Crawford/Dikall sich abzusetzen und retteten anschließend ihren Vorsprung mit 21:18 in’s Ziel, was den Gegner dazu veranlasste, die Festigkeit der Hallenwand mit seinem Schläger zu testen. Die Bremer verloren auch dieses Duell. Damit stand es 2:0. Im zweiten Herrendoppel waren Gosch/Ruhnow ohne wirkliche Chance und verloren mit 14:21 und 11:21. Besser machte es nach anfänglichen Problemen im Dameneinzel Caroline Huhmann und gewann sicher mit 21:10 und 21:11. Der Zwischenstand war damit 3:1. Als nächstes folgte das spannendste Spiel des Tages, das erste Herreneinzel. Jeremy Crawford führte den kompletten ersten Satz immer mit drei, vier Punkten und brachte diesen dann auch mit 21:17 nach Hause. Der zweite Satz war schnell erzählt, 11:21 aus Horner Sicht. Also musste der alte Mann zum zweiten Mal an diesen Nachmittag in den Entscheidungssatz. Lange offen, gelang es ihm aus einem 16:15 ein 20:15 zu machen und hatte am Ende mit 21:18 das bessere Ende für sich. Damit stand es 4:1 und ein Punkt war sicher. Sollte es jetzt sogar gelingen den Sieg zu holen? Diemo Ruhnow im zweiten Einzel vermochte es nicht, den fünften Punkt zu holen - er verlor das schnell und mit vielen Netzduellen geführte Spiel mit 12:21 und 21:23. Einen Satz länger nahm sich Matthias Gosch im dritten Einzel Zeit, doch auch er hatte mit 16:21, 21:18 und 21:23 unglücklich das Nachsehen. Die Entscheidung über Sieg oder Unentschieden fiel also im Mixed. Kicklitz/Dikall waren von Anfang an hellwach und brachten den ersten Satz relativ ungefährdet mit 21:16 auf die Haben-Seite. Hatten die beiden damit schon ihr Pulver verschossen? Am Ende des zweiten Satzes stand es wieder 21:16, diesmal leider für den Gast aus Bremen. Es ging erneut in einen dritten Satz. Dieser war sehr lange offen, bis zum 15:15 vermochte es niemand, sich abzusetzen. Das taten dann die Bremer und gewannen den letzten Satz des Tages mit 21:18, der Entstand war damit 4:4. Letztendlich war es eine hervorragende Möglichkeit zwei unerwartete Punkte zu holen, es wurde am Ende nur einer. Aber es war einer, mit dem niemand gerechnet hatte.


Was sollte also am Sonntag dann gegen den Tabellenführer drin sein? Wieder eine Überraschung? Nein, es wurde am Ende deutlich mit 1:7 verloren. Zu allem Überfluß vergrößerte sich das Handicap von Jeremy Crawford wieder, so dass er nach dem mit 8:21 und 15:21 verlorenen 1. Herrendoppel aufgeben musste und das 1. Herreneinzel somit kampflos an den Gegner ging. Da es auf den anderen Feldern auch nicht besser aussah, das Damendoppel wurde knapp mit 17:21 und 21:23, das zweite Herrendoppel mit 17:21 und 17:21 verloren, lag man nach vier Spielen mit 0:4 hinten. Aber mit 0:8 wollte man dann doch nicht verlieren. Caroline Huhmann war es dann im Dameneinzel, die durch ein 21:11 und 21:5 für den Horner Ehrenpunkt sorgte. Im zweiten Herreneinzel hielt Diemo Ruhnow im ersten Satz lange mit, musste sich dann aber mit 22:24 und 13:21 beugen. Im dritten Herreneinzel wurde Mathias Gosch seinem Ruf als 3-Satz-Liebhaber wieder einmal gerecht. Gebracht hat all die Lauferei nichts, 11:21, 21:18 und 9:21 hieß es am Ende. Das Mixed Protze/Dikall hielten auch einen Satz gut mit, doch auch hier war nichts zu holen, am Ende war mit 19:21 und 7:21 die Niederlage besiegelt.


Somit hatte der Horner TV vor den letzten beiden Spielen mit 8:16 Punkten genauso viele, wie sein Hamburger Konkurrent um den Klassenerhalt. Die letzten beiden Spiele musste man dann beim Tabellenletzten BSV Greifswald und beim BC Eintracht Südring in Berlin bestreiten. In den Heimspielen gegen diese beiden Mannschaften holte man drei von vier möglichen Zählern. Ein Grund, um positiv in diese Spiele zu gehen. Gegen Greifswald hatte man das Hinspiel noch mit 6:2 gewonnen, doch dieses Mal sollte es nur zu einem Unentschieden reichen. Gegen Berlin ging man beim 3:5 sogar leer aus, man musste auf die Schützenhilfe der Konkurrenz hoffen. Diese bekam man auch, so dass es auch im nächsten Jahr wieder Regionalliga-Badminton in Horn zu sehen geben wird.


Ralf Seelig