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Patrick Kämnitz bei den Irish International in Lisburn

Ein Bericht von Patrick Kämnitz

Am 7. Dezember startete ich meine Reise nach Irland, um nach einem halben Jahr hartem Training mein erstes Internationales Turnier zu bestreiten. Am Hamburger Flughafen hob mein Flieger mit 2 Stunden Verspätung Richtung Amsterdam ab. Der Grund für die Verspätung war ein starker Westwind, sodass eine der beiden Landebahnen in Amsterdam gesperrt war.

 

Diesen starken Wind bekam mein Flieger auch ordentlich zu spüren. Nach einer Stunde landeten wir, zwar mit vielen Turbolenzen, aber sicher in Amsterdam. In Amsterdam hatte ich 4 Stunden Aufenthalt bis ich mich zu meinem nächsten Zwischenstopp aufmachte, diese Zeit nutzte ich für einen kleinen Snack und ein Mittagsschläfchen.

Um 13 Uhr ging es dann endlich weiter nach Manchester. Auch auf diesem Flug blieb ich von Turbolenzen nicht verschont, sodass ich nach einer schweißtreibenden Stunde in Manchester an kam.

Auch hier hatte ich einen langen Aufenthalt, aber diesmal musste ich ihn auch nutzen. Für mich ging es von Terminal 1, einmal um den kompletten Flugplatz zu Terminal 3. Nach 45 Minuten Laufstrecke, kam ich endlich an meinem Gate an. Mein letzter Flug nach Belfast stand mir bevor. Als ich aus dem Fenster sah, wurde mir allerdings bewusst, dass auch dieser Flug wohl Turbolenzen mit sich bringen wird, denn wir müssten mit einer Propellermaschine fliegen.

Ich lag mit meinen Befürchtungen richtig. Es wurde ein harter Flug, für mich, war es genauso anstrengend wie ein Match.

 

In Belfast fand ich schnell zu meinem Hotel und nach einem leckeren Abendbrot ging ich ins Bett.

 

Am nächsten Morgen fuhr ich zum Austragungsort nach Lisburn. Mein erstes Match begann um 12 Uhr, gegen den Lokalmatador Scott Burnside. Ich konnte mein Gegner das gesamte Match über kontrollieren und hatte keine großen Probleme mit seinem Spiel. Allerdings merkte ich schon, dass die Bälle viel zu schnell waren. Im zweiten Satz verletzte sich mein Gegner und musste das Spiel aufgeben.

Somit lag meine volle Konzentration auf Joshua Green. Ich kenne ihn sehr gut und konnte mich auf sein Spiel einstellen.

Nach sehr gutem Start verlor ich meine Taktik aus den Augen und mein Gegner konnte den zwischenzeitlich hohen Rückstand aufholen. Das Spieltempo war sehr hoch und die Ballwechsel lang, sodass meine Konzentration im laufenden Match immer mehr nachließ. Somit verlor ich den ersten Satz denkbar knapp mit 21:23. Auch der Schiedsrichter hatte seinen Beitrag geleistet und mir beim Stand von 20:20 einen Aufschlag abgepfiffen.

Somit ging ich sichtlich frustriert in den zweiten Durchgang.

Zu Beginn des zweiten Satzes agierte ich sehr ungeduldig, ich wollte den Sieg und das vielleicht auch zu sehr. Somit lag ich zur Pause mit 11:6 hinten. Doch ich glaubte noch immer an den Sieg, denn eigentlich war ich der bessere Spieler auf dem Platz und investierte sehr viel für das Spiel und somit kämpfte ich mich wieder ran.

Meine Aufholjagd kostete sehr viel Energie, beim Stand von 19:19, entschied mein Gegner das Spiel für sich.

 

Enttäuscht und frustriert verließ ich die Halle, denn wieder hatte ich gegen einen Läufertypen mehr Probleme als mir lieb waren. Den restlichen Tag verbrachte ich im Hotel.

Am nächsten Morgen fuhr ich zurück zur Halle, um mir alle Herreneinzel anzuschauen, es waren enge Spiele. Ich konnte am zweiten Tag viel lernen, vielleicht auch dadurch dass ich sah wie andere Spieler mit Problemen umgegangen sind, um den Heimflug anzutreten.

 

Nach neun Stunden ging es wieder zurück zum Hotel und sofort ins Bett, denn am nächsten Morgen musste ich um 5 Uhr morgens aufstehen.

Der nächste Morgen kam somit sehr schnell, ich packte meine Koffer und ein Taxi brachte mich zum nahe gelegenen Flughafen. Nach einigen Problemen beim Einchecken verließ ich Belfast Richtung Hamburg.

Der Rückflug verlief leider genauso wie der Hinflug und somit kam ich schweißgebadet in Hamburg an.

 

Mein nächstes Turnier ist im Januar, die Estonia International.

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