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50 Jahre Badminton in Horn

erstellt von admin zuletzt verändert: 03.10.2010 17:05
Fünfzig Jahre sind eine lange Zeit. Viel Zeit, um jede Menge Bälle durch die Halle zu schlagen und das Badminton in Hamburg mit zu prägen. Genau dieses Jubiläum feierte der Hamburg-Horner TV von 1905 e.V. am ersten Oktober-Wochenende 06

Im September 1956 war es ein Aufruf von Vereins-Sportwart Albert Jacobs, dem einige Neugierige folgten und sich in der Turnhalle der Schule „Am Pachthof“ im Herzen von Horn zur „Grundsteinlegung“ der Abteilung trafen. All das, was in den nächsten 50 Jahren passierte und noch die ein oder andere Anekdote aus fast vergessenen Zeiten mehr, wurden am 6. und 7. Oktober bei den Feierlichkeiten zum Jubiläum wieder ans Licht gefördert. Wobei das doch eher am Samstag geschah. Am Freitag, dem Beginn der Feierlichkeiten, hatte man Gäste aus der Politik, von den Sponsoren, aus Verband und Vereinen zu einem offiziellen Empfang geladen. Unter den Gästen waren der Fraktionsvorsitzende der SPD in der Hamburger Bürgerschaft, Michael Neumann, HBV-Präsident Friedwart Riedel und HBV-Pressewart Christian Barthel, Vertreter der Vereine VfL Geesthacht, TV Gut Heil Billstedt, TS Harburg, TSV Schwarzenbek, SV Bergstedt und vom SSW Hamburg, sowie Präsident und Pressewart des Gesamtvereins, Helmut Chudzinski und Dietrich Knut in Begleitung von Vereinsjugendwartin Barbara von Borstel. Als Erstes übernahm Dieter Flato das Wort, der mit gewohntem Wortwitz die Gäste begrüßte und durch das Programm führte. Die Ehre als erster Redner oblag Abteilungsvorsitzenden Andreas Maas, der darauf verzichtete das Zahlenwerk zu bemühen, sondern ganz bewusst noch einmal das Familiäre in den Vordergrund stellte. Ihm folgte der Vereinspräsident, der auch sämtliche Zahlen aus dem Spiel ließ und lieber mit einem kurzen Seitenblick auf die herausragende Stellung der Abteilung im Verein zu sprechen kam. Nachdem dann Friedwart Riedel die Glückwünsche des Verbandes überbrachte, war es Michael Neumann, der als gebürtiger Horner die Bedeutung des Vereins für den Stadtteil und als Politiker die Bedeutung der Jugendförderung für den Spitzensport in Hamburg betonte und in der Hoffnung auf einen deutschen Olympiasieger 2020 in Hamburg die Jugendabteilung mit einer Spende unterstützte. Wobei der Horner TV nichts dagegen einzuwenden hätte, wenn dieser aus seinen Reihen kommen würde. Über die Summe wurde allerdings Stillschweigen vereinbart. Ob sich Abteilungs- und Fraktionsvorsitzender sich deshalb so blendend bei der anschließenden lockeren Runde unterhielten bleibt allerdings offen. In ebensolchen Runden wurde dann auch der Nachmittag mit den geladenen Gästen ausklingen gelassen.

Am Samstag ging es dann ähnlich früh los. Man traf sich schon zu 14 Uhr im Steinadlerweg, um ein kleines Schmankerl über die Bühne gehen zu lassen. Die Horner Altsenioren hatten eingeladen und trafen sich zu einem Spiel gegen eine Auswahl von Wegbegleitern aus vielen Hamburger Vereinen. Hochinteressante Spiele und viele verschwitzte, aber glückliche Badmintonspieler bestimmten die folgenden vier Stunden – mehr dazu auch im nebenstehenden Bericht. Das Parkett der Halle wurde nach der Dusche gegen die Gemütlichkeit des Vereinsheimes eingetauscht. Denn wer viel spielt, der hat auch viel Hunger und genau dieser Tatsache sollte Genüge getan werden. Es war wiederum Dieter Flato, der den Abend eröffnete und nachdem Andreas Maas ein letztes Mal zu einer Rede ausholte und die Gäste als Abteilungsleiter begrüßte, wurde dann gutbürgerlich aufgetischt und auch dementsprechend gut zugelangt. Nicht unerwähnt bleiben sollte dabei der unermüdliche Einsatz des Horner Spitzenachwuchses um Mats Hukriede, der ähnlich konditionsstark wie auf dem Feld die Getränkeversorgung übernahm. Das Essen neigte sich schon dem Ende, als die Nachricht eintraf, dass die Regionalligamannschaft ihren Teil zum Jubiläum beigetragen hat und, nach nicht weniger als 7 Drei-Satz-Spielen, mit einem 7:1-Heimspielsieg den Tag gebührend beging und als Überraschung noch auf ein kurzes Siegerbier erschien. Bei eben diesem Sieger- und unzähligen Wiedersehens-Bieren wurden dann Geschichten und Anekdoten der letzten 50 Jahre erzählt und diskutiert, ausgewertet und richtig gestellt. Den weitesten Weg hatte im Übrigen Wolf Siekmann auf sich genommen – er war den langen Weg aus München zur Feier gekommen. So war es unbestätigten Berichten nach schon deutlich nach 3 Uhr morgens als die Letzten den Tresen gegen das heimische Bett eintauschten. Das Organisatoren-Team war am Sonntag dann auch glücklich darüber, dass alles wie erhofft geklappt hatte und konnte auch schon die ersten Zusagen für das nächste Jubiläum in 25 Jahren entgegennehmen.

 

Ralf Seelig